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AS Arzneimitteltherapiesicherheit - Ziele und Aufgaben

Das übergeordnete Ziel des Ausschusses Arzneimitteltherapiesicherheit ist unter anderem durch die Vermeidung von Medikationsfehlern die Erhöhung der Arzneimittel- und damit der Patientensicherheit.
Dieses übergeordnete Ziel soll durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
  • Schaffung eines Problembewusstseins für Risiken im Medikationsprozess
  • Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Erkennung von Medikationsfehlern
  • Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Erfassung von Medikationsfehlern
  • Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Vermeidung von Medikationsfehlern
  • Etablierung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Aus-, Fort- und Weiterbildung
  • Entwicklung von Angeboten zum strukturierten Risikomanagement
  • Etablierung der AMTS interdisziplinär – mittels Qualitätszirkeln, Arbeitskreisen, gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen mit anderen Angehörigen von Gesundheitsberufen
  • Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (z.B. BfArM, AMK, APS, Apothekerkammern, AkdÄ, BÄK, ÄZQ, Industrieforum usw.) und Ausschüssen der ADKA
 
Was ist ein Medikationsfehler?
Ein Medikationsfehler ist ein Abweichen von dem für den Patienten optimalen Medikationsprozess, das zu einer grundsätzlich vermeidbaren Schädigung des Patienten führt oder führen könnte. Medikationsfehler können jeden Schritt des Medikationsprozesses betreffen und von jedem am Medikationsprozess Beteiligten, insbesondere von Ärzten, Apothekern oder anderen Angehörigen eines Gesundheitsberufes sowie von Patienten, deren Angehörigen oder Dritten verursacht werden. Sie umfassen Fehler bei der Anwendung von Arzneimitteln zu therapeutischen, diagnostischen oder prophylaktischen Zwecken. Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen gehören zu den häufig nicht vermeidbaren Ereignissen, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch auftreten. Ein vermeidbares Risiko ist der fehlerhafte Gebrauch von Arzneimitteln beispielsweise bei der Verordnung, Distribution oder Applikation von Arzneimitteln. Nicht zu den Medikationsfehlern gerechnet wird damit der Arzneimittelmissbrauch, auch nicht der in suizidaler Absicht.
Wichtig sind auch die sogenannten Beinahe-Fehler. Diese sind fehlerhafte Vorgänge bzw. aufgetretene Fehler, die jedoch rechtzeitig entdeckt wurden. Somit konnte das Durchschlagen des Fehlers bis hin zum Patienten verhindert werden. Hierzu zählen auch Strukturen, die Fehler begünstigen. Beinahe-Fehler treten sehr viel häufiger auf als Fehler und sind daher für eine Auswertung mit dem Ziel der Erarbeitung von Fehlervermeidungsstrategien sehr wertvoll.

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