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AS Qualitätsmanagement - Projekte

Die Stellung der Krankenhausapotheke im Rahmen einer Zertifizierung nach KTQ®

Zertifizierungen sind nach unterschiedlichen Normen und Modellen möglich (Zertifizierung nach DIN EN ISO, Modelle der Landesapothekerkammern, EFQM, KTQ®, u. a.). KTQ® (Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus) ist das Qualitätssicherungsmodell im Gesundheitswesen, das z. Zt. die breiteste Unterstützung wichtiger Verbände erhält (VdAK/AEV, BÄK, DKG). Dadurch unterscheidet es sich von allen anderen, auch wesentlich anspruchsvolleren QS- Modellen (z. B. EFQM) und hat für die Kliniken besondere Bedeutung erlangt. Qualitätssichernde Leistungen der Krankenhausapotheke sind in der letzten Zeit durch intensiven Informationsaustausch der AG mit KTQ® deutlich stärker in den Kriterienkatalog von KTQ® aufgenommen. Die AG Qualitätsmanagement arbeitet weiter daran, die qualitätssichernden Leistungen der KrankenhausapothekerInnen (Therapieberatung, -kontrolle, Teilnahme an der Klinischen Visite, etc.) und die Bedeutung der Krankenhausapotheke für den Patienten im Rahmen von KTQ® zu festigen. Als Ziel soll die Krankenhausapotheke als Kriterium der Qualitätsverbesserung und Qualitätssicherung auch und besonders aus Sicht des Patienten im Katalog von KTQ® umfangreicher abgefragt werden.

Publikationen:
Haber M. für den Ausschuss für Qualitätssicherung
Qualitätssicherung und Zertifizierung im Krankenhaus
KHP 2004;27(10):430-437

in Planung: Die Apotheke im Zertifizierungssystem nach KTQ®
(Aktueller KTQ® -Katalog Version 5)

Pharmakovigilanz

Die WHO definiert Pharmakovigilanz als "Aktivitäten, die zur Entdeckung, Beurteilung sowie zum Verständnis und zur Vorbeugung von unerwünschten Wirkungen oder anderen Problemen in Verbindung mit Arzneimitteln dienen..." oder als "Analysieren und Abwehren von Arzneimittelrisiken". Pharmakovigilanz ist ein umfassender Begriff, der neben der gesamten Phase der klinischen Entwicklung auch die Überwachung der Arzneimittelsicherheit nach Vermarktung umfasst. Dazu gehören auch das Risikomanagement, die Vorbeugung von Therapiefehlern, die Vermittlung von Arzneimittelinformationen und die Förderung der rationalen Therapie mit Arzneimitteln.

Viele der täglichen Aufgaben der Krankenhausapotheker fallen daher in dieses Fachgebiet. Auf europäischer Ebene wurden in einem EAHP Survey 2005 einige Schwerpunkte erfragt. Die AG Qualitätsmanagement führte im Jahr 2005 ebenfalls eine erweiterte Umfrage in deutschen Krankenhausapotheken durch. Hierbei war von besonderem Interesse, welche Aufgaben für mehr Arzneimittelsicherheit übernommen werden und in welchem Umfang dies gegenwärtig schon im Klinikalltag umgesetzt ist.

Publikationen:
Keiner D.: Patientensicherheit interdisziplinär gestalten und praxisnah verbessern. Bericht vom 1. Deutschen Kongress für Patientensicherheit bei der medikamentösen Therapie, KHP 2005;26(6):203-205

Keiner D., Venbrocks R.: Experience with a clinical Medication Error Reporting System (MERS). Kongressabstract 1. Deutscher Kongress für Patientensicherheit bei medikamentöser Therapie, 19.-20. April 2005, Saarbrücken.

Keiner D., Haber M.: Arzneimittelsicherheit im Krankenhaus, KHP 2006;27(11):488-493

Keiner D.: Kongressbericht – 2. Deutscher Kongress für Patientensicherheit bei medikamentöser Therapie, KHP 2008;29(5):175-180

Links:
Pharmakovigilanz in Europa

Informationsaustausch innerhalb der Kollegenschaft

Viele Krankenhausapotheken sind bereits nach dem einen oder anderen Modell zertifiziert. Zurzeit existieren verschiedene Möglichkeiten der Zertifizierung. Eine Zertifizierung nach DIN ISO basiert im Regelfall auf der Entscheidung des Trägers, das komplette Krankenhaus zertifizieren zu lassen. Für die einzelnen Abteilungen werden Prozesse strukturiert und beschrieben, so dass hinterher einzelne Handbücher existieren. Die Handlungsabläufe und der Arbeitsalltag einer Apotheke profitieren im Regelfall dadurch.

Eine Alternative bieten die Landesapothekerkammern an. Basierend auf den DIN ISO Normen bieten sie maßgeschneiderte Systeme zur Strukturierung und Beschreibung der Prozesse für Apotheken an. Eine Zertifizierung nach KTQ® basiert darauf, dass bereits ein QM- System existiert und stellt ein abteilungsübergreifendes System dar, in dem die Verantwortlichkeiten und interdisziplinär zu bewältigenden Aufgaben und Prozesse im Mittelpunkt stehen. Die Apotheke stellt im KTQ® -System ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Behandlungsprozess dar. Das Vorhandensein apothekeninterner Prozesse wird vorausgesetzt.

Um sich innerhalb der verschiedenen Systeme orientieren zu können, sammelt die Arbeitsgruppe Adressen zertifizierter Apotheken, um Kollegen, die vor der einen oder anderen Zertifizierung stehen, Information vermitteln zu können. Die Liste ist im internen Bereich der ADKA Homepage einzusehen und wird regelmäßig aktualisiert.

Links:
Eine Liste zertifizierter Krankenhausapotheken in Deutschland ist im internen Bereich unter Downloads zu finden.
 

Erstellung von Leitlinien

Die ADKA als Interessensverband der Krankenhausapotheker in Deutschland gibt zu einzelnen pharmazeutischen Prozessen Leitlinien heraus. Der Ausschuss für Qualitätssicherung erarbeitete eine Leitlinie, an der sich weitere zu erstellende Leitlinien orientieren. Diese wurde in der Mitgliederversammlung verabschiedet.

Publikationen:
Leitlinie für Leitlinien

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