Quo Vadis…. Ambulantisierung von Krankenhausbehandlungen?
Referent*in:
- Prof. Dr. Florian Kron, Köln: "Zukunft Ambulantisierung – Auswirkung auf Klinikapotheken und die Krankenhausfinanzierung"
- Prof. Dr. Susanne Alban, Kiel: "Niedermolekulare Heparine – gleich und unterschiedlich?"
Die avisierte KH-Reform wird weitreichende Auswirkungen für Akteure im Gesundheitswesen haben. Insbesondere stehen die rund 1900 Krankenhäuser im Fokus der gesundheitspolitischen Debatte. Neben einer klaren Strukturierung in bundesweite Versorgungslevels, die Einordnung in Leistungsgruppen und die Vergütung von Vorhaltekosten, hat der Gesetzgeber vor allem das „Ambulantisierungspotential“ aus dem (vollstationären) DRG-Fallpauschalensystem adressiert. Es ist jedoch fraglich wie bestehende (regional unterschiedliche) ambulante Versorgungsformen wie ASV/116b, AOP, HSA, MVZ, Tagesklinik etc. hier eingeordnet werden sollen und welche Auswirkungen dies für Akteure im Gesundheitswesen hat.
Gerade bei erklärungsbedürftigen Präparaten ist eine gute Aufklärung des Patienten wichtig. Es sollte sichergestellt sein, dass auch bei einer zunehmenden Ambulantisierung, Anwendungsfehler weiterhin vermieden werden. Für Produkte mit vielschichtigem Einsatz ist ein gutes Überleitungsmanagement unerlässlich. Für Indiktionen mit mehreren Therapieoptionen sollte auf Unterschiede der Behandlungseigenschaften geachtet werden.
Niedermolekulare Heparin (NMH) finden eine breite Anwendung zur Antikoagulation von behandlungsbedürftigen Patienten. Auch wenn die NMH fälschlicherweise häufig als eine Substanzklasse betrachtet werden, gibt es wichtige Unterschiede zwischen den auf dem deutschen Markt befindlichen NMH. Welche dies sind und welche medizinischen Konsequenzen sich daraus bei der Anwendung ergeben, wird Prof. Alban in Ihrem Vortrag vorstellen.
Diese Veranstaltung als zertifizierte Fortbildung akkreditiert.
48. Wissenschaftlicher ADKA-Jahreskongress
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